Handel ist gerade für Deutschland wichtig. Am gesamten weltweiten Handel hat Deutschland einen Anteil von 7,2 Prozent. Weite Teile der deutschen Volkswirtschaft sind in einem hohen Maß exportabhängig. Das zeigt sich auch bei der Beschäftigung: Gut jeder vierte Arbeitsplatz hängt direkt oder indirekt vom Export ab. Die Exportquote – also der Anteil der Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank 2019 leicht auf 46,9 Prozent (-0,5 Prozent gegenüber 2018).

Ein florierender Handel mit dem Ausland bringt Wohlstand im Inland. Der freie Welthandel gibt wichtige Impulse für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung in Deutschland. Die Bundesregierung tritt daher seit langem für offene Märkte, fairen internationalen Wettbewerb und für eine Handelsliberalisierung auf der Grundlage klarer, vorhersehbarer und multilateral abgestimmter Regeln ein. Für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Deutschland ist eine weitere Liberalisierung des Welthandels von entscheidender Bedeutung.

Faire Regeln für eine globalisierte Welt

Neben der Weiterentwicklung offener Märkte ist es wichtig, wettbewerbsverzerrende Handels- und Subventionspraktiken des Auslands abzuwehren und die handelspolitischen Schutzinstrumente der WTO und EU regelmäßig zu modernisieren. Durch Antidumpingmaßnahmen und gemeinsame europäische Regeln für staatlich gelenkte Direktinvestitionen sollen europäische Unternehmen und Industriestandorte wirksamer gegen unfaire Wettbewerbssituationen geschützt werden.

Auch auf nationaler Ebene setzt sich das Bundeswirtschaftsministerium angesichts der gestiegenen Zahl und Komplexität der Unternehmenserwerbe durch Investoren aus Staaten außerhalb der Europäischen Union für ein angemessenes Prüfinstrumentarium ein. So hat das Bundeskabinett am 19.12.2018 bessere Regeln für die Investitionsprüfung beschlossen. Mehr zum Thema Investitionsprüfung erfahren Sie hier.